ventureworks blog

5th Juli 2012

Fremde Bilder im eigenen Produkt



by simonkreuz

Nahezu jedes digitale Produkt kommt heute nicht mehr ohne sie aus: Grafiken, Illustrationen oder Fotos. Seien es Stimmungsbilder, Hervorhebungen oder Übersichten – eine sorgenfreie Beschaffung und Nutzung von Bildern für bzw. auf der eigenen Webseite oder App ist für jeden Entwickler bzw. Designer von grosser Wichtigkeit.

In einem aktuellen Beitrag zeigt das t3n-Magazin – in Anlehnung an bildersuche.org – relevante Faktoren auf, in welcher Art und Weise man lizenzierte Bilder selbst verwenden darf. Grundsätzlich gilt hierbei nämlich: selbst wenn das Bild aus einer Datenbank ordnungsgemäss gekauft wurde, darf man es nicht willkürlich verwenden. Meist gelten je nach Datenbank unterschiedliche Regelungen. Da empfiehlt es sich, erstens kurz Einblick in die AGBs des jeweiligen Anbieters zu nehmen, und sich andererseits generelle Richtlinien, wie in der folgenden Infografik ersichtlich, zu Herzen zu nehmen.

Neben der Anwendung selbst stellen wir uns bei ventureworks jedoch viel öfter die Frage: wo können wir eigentlich passende, aber zugleich günstige Fotos beziehen? Je nach konkretem Einsatzszenario stehen  folgenden Optionen zur Auswahl:

1) Der bequeme Weg: das passendste Foto im Web suchen und – ohne Lizenzierung, aber mit Angabe der Quelle bzw. des Autors – im Produkt einbauen. Dies ist natürlich bequem und unkompliziert, allerdings operiert man hier rechtlich im besten Fall in einer Grauzone: zumeist muss der Autor direkt unter dem Bild angegeben werden, oft darf das Bild ohne Lizenzierung gar nicht verwendet werden. Gerade bei gewerblichen Webseiten ist hier die Gefahr, sich bald in einer juristischen Auseinandersetzung zu befinden, gross. Aus diesem Grund erachten ist von dieser Verwendung strikt abzuraten.

2) Der aufwändige Weg: Im Web existieren zahlreiche Datenbanken mit lizenzfreien Bildern. Solche finden sich teilweise – aber leider immer seltener – auf Flickr. Alternativ lohnt es sich, Seiten wie beispielsweise 117 Quellen für kostenlose Bilder oder, ganz aktuell, Foap zu durchforsten. Unser Fazit ist dabei aber eher negativ: die Ergebnisse sind in den meisten Fällen von sehr schlechter Qualität; eine hohe Kompromissbereitschaft und ein hoher Zeiteinsatz sind hier Voraussetzung.

3) Der teure Weg: In den meisten Fällen entscheiden wir uns für einen Kauf auf Datenbanken wie iStockphoto oder Bigstockphoto. Hierbei fällt – je nach Bildgrösse und Exklusivität – eine Gebühr von zwischen 2 und 200 USD an. Das Bild kann sodann für die meisten Anwendungen problemlos genutzt werden. Beide Datenbanken bieten eine sehr grosse Auswahl an Fotos, Illustrationen und Grafiken.

4) Der sehr teure Weg: Für exklusive, sehr teure Anwendungen lohnt sich hin und wieder – wenn auch nur zur Inspiration – ein Blick in die marktführenden Anbieter wie beispielsweise Getty Images oder Corbis. Zwar spielen die Preise hier in einer ganz anderen Liga, dafür sind die zur Auswahl stehenden Bilder aber auch von deutlich höherer Qualität (insbesondere hinsichtlich des dahinter steckenden Aufwands).

Wie eingangs erwähnt, hängt es also stark vom konkreten Szenario ab, welche Quelle am sinnvollsten ist. Für unsere Produkte und Anwendungen haben wir meistens auf die dritte Option (insbesondere iStockphoto) zurückgegriffen, da sie für unsere Zwecke das attraktivste Kosten- / Aufwandsverhältnis hat. 

Vor 10 Monaten

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